„Wie ein Blick aus dem Fenster“, verspricht Navigon, soll das Display-Bild wirken. Das mag zwar ein wenig übertrieben sein, gibt aber an, was dem Hersteller wichtig war: eine möglichst intuitive und damit schnelle Erfassung der Umgebungssituation. Aber das ist nur eine von mehreren Besonderheiten dieses Navigationsgerätes.

Das Navigon 6310 passt sich nämlich Ihrem Fahrstil an – und richtet die empfohlene Route danach aus, berücksichtigt außerdem noch den Wochentag und die Tageszeit. Um Staus weitgehend zu vermeiden. Nun ist das mit Staus zwar immer so eine Sache – denn staufrei ist es nur dort, wo die anderen nicht hinfahren (weil ihr Navi z. B. anders tickt). Aber ein guter Ansatz bleibt es dennoch. Denn das System berücksichtigt nicht nur die Frage, ob Autobahnen oder Landstraßen, schnelle oder komfortable Routen, Tag- oder Nachtfahren bevorzugt werden, sondern bietet auch noch zwei Alternativen an.

Übrigens: Während bei einigen Navi-Systemen das Antennen-Kabel des TMC-Empfängers nervt, hat Navigon nachgedacht und es im Ladekabel integriert. Eine Strippe weniger im Cockpit.

Was Staus betrifft, meldet sich das Navi direkt zu Wort. In gesprochenen Ansagen informiert es über die erwarteten Engpässe auf der geplanten Strecke, über die Länge eines Staus und die Ursache: So kann der Fahrer entscheiden, ob er den Stau in Kauf nimmt (was nach ADAC-Tests oft durchaus sinnvoll ist) oder eine Umfahrung wählt.

Aber die Sprachansage kommt auch im normal fließenden Verkehr zum Zuge. So werden Straßen oder Ausfahrten mit Namen genannt. Zum Beispiel: „In 200 Metern abbiegen in die Daimlerstraße.“ Damit hat man immer einen Vergleich mit der Route, die man sich vorher durchgelesen hat. „Text-to-Speech“ nennt sich dieses Feature.

Und noch eine Ansage ist vielen Fahren willkommen: „Achtung, Gefahrenstelle“ meldet das Navi – und meint damit auch die Gefahr für den Führerschein: 25 000 fest installierte Blitzer in 26 Ländern Europas sind gespeichert und werden gemeldet. Die vielen mobilen Blitzer allerdings kann das Gerät natürlich nicht kennen. Aber Sie wollen ja gar nicht zu schnell fahren, oder? Deshalb warnt das Navi auch, wenn der Wagen die auf der Strecke gültige Höchstgeschwindigkeit überschreitet.

Und wenn sich was ändert – in Sachen Blitzer sowie im Straßenbau? Dann gibts Updates. Alle drei Monate, aber nur für zwei Jahre kostenlos. „Nur“ heißt hier: Wer als Navi ein Nokia-Handy wie z. B. das N97 einsetzt, kriegt seine Updates für immer gratis. Und zwar für 70 Länder der Welt.

Dafür gibt sich das Navigon dann aber als komfortable Freisprecheinrichtung aus: Per Bluetooth verbindet es sich mit dem Handy und zeigt dann etwa das Telefonbuch im Display an – so lässt sich das Telefon auch drahtlos und einfach über das Navi bedienen.

Was suchen Sie am meisten, wenn Sie unterwegs sind? Richtig: einen Parkplatz. Auch hier hilft das 6310 komfortabel. Es kennt nicht nur die Parkplätze der Umgebung, sondern auch deren Öffnungszeiten. Und sagt, was sie kosten. So, nun aussteigen, Navi mitnehmen und im Fußgängermodus das letzte Stück des Weges anzeigen lassen – und später zurück zum Auto. Clever. Ebenso wie die Möglichkeit, Koordinaten einzugeben, wenn es keine Straßenbezeichnung gibt – zum Beispiel einen Campingplatz.

Das brandneue Gerät soll zwischen 200 und 250 Euro kosten. Nicht so ganz wenig, aber es kann auch eine ganze Menge.

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