Endlich Sommer! Da juckt doch wohl jeden Motorradfahrer das Gas-Händchen... Wenn dann noch endlich der Urlaub da ist, wird das Maschinchen zum Packesel, und auf gehts in die Ferne. Dass Sie ankommen, dafür sorgt jetzt ein ganz feines Navi-Gerät von Garmin:
Das Zūmo 660.
Was unterscheidet ein Motorrad-Navi grundsätzlich von einem Auto-Navi? Klar, es steckt, wie der Fahrer, in Schutzklamotten. Und das Zūmo ist sogar so wasserdicht, dass man einen Schlauch draufhalten kann (IEC-Norm 529 IPX-7).

Als erstes fällt das große Widescreen-Display mit 4,3 Zoll auf. Es lässt sich im Kontrast so einstellen, dass es auch bei Sonnenlicht (und das erwarten wir auf der Tour!) ablesbar ist. Handschuhfreundlich ist die Bedienung mit Knöpfen auf der linken Seite (Gashand bleibt am Griff) und Touchscreen-Buttons. Einmal unterwegs, ist es recht hilfreich, dass man früh genug erfährt, in welche Spur man sich einordnen muss (Fahrspurassistent). Verkehrszeichen und Kreuzungen werden sehr realitätecht gezeigt; der Clou ist aber eine 3-D-Darstellung von wichtigen Gebäuden. So kann sich der Fahrer intuitiv zurecht finden.

Der Standard: Neben der Karte (40 Länder vorinstalliert) werden individuelle Daten angezeigt: Voraussichtliche Ankunftszeit, Höhe über dem Meer, Durchschnittsgeschwindigkeit usw. Die POI (Points of Interest) wie Tankstellen, Übernachtungsmöglichkeiten und mehr sind natürlich auch gespeichert.

Neu: Die Kartenvorschau bringt jetzt drei verschiedene Routenvorschläge - schnellste, kürzeste und, zum Vergleich, die Luftlinie. Per Klick wird die Wunschroute ausgewählt. "Geotracking" heißt das Zauberwort, mit dem viele aktuelle Digitalkameras punkten: Mit dem Foto werden die Daten abgespeichert, wo es aufgenommen wurde. Das Zūmo 660 kann das nutzen: Per Bluetooth (Funk) oder USB-Kabel eingespielt, dienen die Bilder als Ziele, die automatisch angesteuert werden. Keine eigenen Geo-Bilder? Auf der Garmin-Seite im Internet gibt es mehr als genug... Übrigens kann die ganze Routenplanung per Software am PC vorbereitet und überspielt werden. Die Routen (auf MicroSD) lassen sich später mit anderen Fahren austauschen - wenn die denn auch einen Zūmo haben.

Apropos Bluetooth. Das dient nicht nur zur Datenübertragung, sondern auch zur Steuerung, zur Vernetzung und zur Unterhaltung. So werden Navigationsanweisungen mit Nennung der Straßennamen an einen Bluetooth-Helm (oder Kopfhörer) gegeben oder/und Verbindungen mit dem Handy in der Tasche aufgenommen. Damit man auf der Fahrt Gespräche annehmen kann. Bluetooth in Stereo übrigens. Was Garmin als Diebstahlssicherung preis, ist aber nichts anderes als eine Codierung wie beim Autoradio: Wird das Gerät geklaut (was natürlich möglich ist), muss es per PIN entsperrt werden. Neben der Entsperrung über PIN kann das Gerät auch - und das klingt ein wenig nach Fantasy - an einen programmierten "sicheren Ort" gebracht werden. Übrigens: Es ist nicht das ganze Jahr Sommer. Damit das Navi im Winter nicht zusammen mit der Maschine in der Garage steht, liefert Garmin neben der recht stabilen Motorrad-Halterung auch eine fürs Auto mit.

Maße: 13,5 mal 8,4 mal 3,2 cm. Gewicht: 270 Gramm Beim Preis werden sich vermutlich die Geister scheiden: Er liegt zumeist noch knapp über 600 Euro. Aber Motorradfahrer haben da sowieso oft andere Maßstäbe...

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