Die Grundidee ist inzwischen etwa drei Jahre alt - und hat funktioniert: Eine Wechselobjektiv Kamera ohne Spiegelreflex-System, das spart Gewicht und gibt optisch ganz neue Konstruktionsmöglichkeiten.

Nach der DMC-G1 hat Panasonic jetzt die G2 auf dem Markt - der Erfolg geht weiter. Besonderheit: Scharfstellen von Bild und Video per Fingertipp auf dem Touchscreen.

Das klingt ungewohnt (weil es absolut innovativ ist), macht aber Sinn: Oft ist das Objekt der fotografischen Begierde eben nicht in der Mitte und hat auch keine Augen, die von der Gesichtserkennung erfasst würden. Bevor man jetzt mittig fokussiert, den Fokus fixiert und die Kamera neu ausrichtet - ein Tipp auf das Display, Foto, fertig. Natürlich lässt sich der Autofokus (23 Messfelder) auch über Taste bedienen.
Übrigens: Dieses System ergänzt sich wunderbar mit dem um 180 Grad dreh- und schwenkbaren LiveView-Display (7,5 cm, 460 000 Pixel), so dass auf Motive aus ungewöhnlichen Perspektiven ebenso einfach scharf gestellt werden können: Die Menschenmenge von oben beispielsweise - oder das Haustier aus der Froschperspektive...
Dass diese Kamera nicht mehr über einen optischen Prismen-Sucher verfügt, fällt übrigens gar nicht ins Gewicht. Das Bild wird extrem hoch aufgelöst angezeigt (entspricht 1,4 Mio. Pixel).

Aufgezeichnet wird das Bild vom bewährten FourThirds-Sensor, der nicht nur mit 12 Megapixeln sehr fein auflöst - sondern mit 17,1 mal 13 Millimetern (etwa halbes Kleinbild-Negativ-Format!) auch um ein Vielfaches größer ist als der Chip einer gewöhnlichen Kompaktkamera. Das bedeutet: Mehr Lichtempfindlichkeit - und damit weniger Bildrauschen in den Schatten. Gespeichert wird auf SD bzw. SDHC-Karten.

Die Motivprogramme, die diese Kamera beherrscht sind vielfältig und von Panasonic bekannt - bedürfen hier keiner neuen Aufzählung mehr (wurden in anderen Beiträgen auf Produkt-News genannt). Der eingebaute Blitz hilft mit Leitzahl 11 auf kurzen Distanzen.

Was für das Fotografieren gilt, hat auch bei der Aufnahme von Videos Bestand. Die G2 nimmt Clips im HD Format (1280 mal 720 Pixel) auf, und zwar wahlweise im Motion-JPEG-Format oder als AVCHD-Lite. Letzteres sorgt auf Grund einer guten Kompressionsmethodik für etwa doppelte Aufnahme-Kapazität und lässt es zu, Fotos aus der laufen Videoaufnahme zu machen.
Ein Filter sorgt für die Verminderung von Windgeräuschen bei eingebauten Mikrofon. Wer aber Stereoton möchte - oder eine noch bessere akustische Qualität - kann einfach ein externes Mikro anschließen. Befestigt wird es zum Beispiel im Blitzschuh der Kamera.
Und über ein optionales Mini-HDMI-Kabel lassen sich die filmerischen Leistungen dann auch gleich auf dem heimischen HDTV-Gerät anschauen.

Die Kamera kommt mit dem Lumix G Vario 14-42 - einem Universalobjektiv, das bei Kleinbild in etwa 25 bis 80 mm entspricht. Es hat eine Lichtstärke von 3,5 (Weitwinkel) bis 5,6 (Tele) - ist also hier eher Mittelmaß. Dafür wiegt es nur 165 Gramm. Selbstverständlich ist die Optik mit O.I.S. (optischen Bildstabilisator) ausgerüstet. Als Zubehör gibt es weitere Zomm-Objektive mit längerer Brennweite, außerdem Adapter für Leica-Objektive und Optiken anderer Hersteller.

Die Kamera selbst misst 12,4 mal 8,36 mal7,4 Zentimeter und wiegt 371 Gramm (nur Gehäuse). Zu haben in Schwarz, Blau oder Rot. Die unverbindliche Preisempfehlung von Panasonic liegt bei 699 Euro. Das heißt im Prinzip gleich: Man kann etwa 50 Euro sparen, wenn man sich ein wenig im Internet umschaut...

 

 

 

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