Der HP Color Laserjet CP1215 ist als Farb-Laserdrucke erstmals auch preislich eine Alternative zur Tintenstrahl-Technologie.

Tiefschwarze Buchstaben gestochen scharfe Grafiken und dazu eine gewisse Beständigkeit gegen Feuchtigkeit – immer schon waren dies Punkte, in denen Laserdrucker ihren Tintenstrahl-Kollegen um mindestens einen ganzen Schritt voraus waren. Geschlagen wurden sie regelmäßig im Preis.

 

Mit der Serie HP Color Laserjet CP1210 (CP 1215 und CO 1217) zielt Hewlett Packard jetzt genau auf den Bereich Home Office und kleine Unternehmen – und trifft punktgenau.

Zuerst das Erstaunlichste: der Preis. Die Elektronik-Discounter bieten die Geräte ab 149 Euro an. Um es gleich zu sagen: Dafür bekommt man später nicht mal eine Toner Original-Befüllung…

Dennoch hält die Druckqualität völlig dem Stand, was man von der Firma HP erwartet. Erstklassigen Text-Druck, klasse Grafiken, bei Fotos immer noch gut brauchbare Qualität. Die Druckauflösung, sowohl schwarzweiß als auch farbig, beträgt die von guten Lasern gewohnten 600 x 600 dpi.

Der kleinste HP Laser Drucker bedruckt verschiedenste Papiere (60 bis 200g/qm), Folien, Karten, Briefumschläge, Etiketten. Was die Ränder betrifft: Der kleine HP verlangt auf allen Seiten eine kleine Reserve von 3,5 Millimetern.

Zwar fasst die Kassette nur 150 Blatt Normalpapier, aber die Schublade ist so leicht zu befüllen, dass das kaum stört. Die Druckgeschwindigkeit gibt HP mit bis zu 12 bzw. 8 Seiten pro Minute (Schwarz/Farze) an, was nicht gerade Renntempo ist, aber ausreichen dürfte, wenn man nicht gerade täglich Speisekarten für ein Hotel drucken will. (Empfohlenes Druckvolumen: 250 bis 1000 Seiten pro Monat.) Der erste Ausdruck aus dem Bereitschafts-Modus startet nach weniger als 30 Sekunden.

Wie auch das Papier, werden die Toner-Kartuschen per Schublade eingelegt – wunderbar einfach.

Aber: Ersatz kostet dann auch etwa um die 60 Euro – pro Kartusche. Wobei HP eine Seitenleistung von 2300 Blatt (schwarz) bzw. 1400 Seiten (farbige Kartuschen) angibt.

(Wer jetzt schlau rechnet und sich sagt: Werfen wir doch den ganzen Drucker weg, wenn die Kartuschen leer sind! Dem sei gesagt: Die Kartuschen in der Original-Verpackung sind nicht annähernd so voll, dass sich das lohnen würde: Hier gibt HP die Reichweite mit 750 Seiten (gemäß ISO/IEC-Standard 19798) an.

Leider: Da nicht nur der Drucker neu ist, sondern die gesamte Kompakt-Bauweise, gibt es bislang noch keine billigen Nachbau-Kartuschen; lediglich einige Refill-Angebote (wieder aufgefüllte Original-Kartuschen) sind auf dem Markt. Die kosten pro Stück etwa zehn Euro weniger – die Frage ist momentan allerdings bei vielen Internet-Anbietern die Lieferzeit.

Passt der Drucker in mein Büro? Wahrscheinlich. Er ist mit fast 18 Kilo zwar kein Leichtgewicht, für einen Farblaser ist das aber völlig o. k. In Breite (39,9 cm) und Tiefe mit einem durchschnittlichen Tintenstrahler vergleichbar, und 25,4 cm hoch, braucht der Drucker noch etwas Platz nach vorne – dorthin öffnet die Papierschublade.

Noch eine Bemerkung zur verlangten Rechner-Ausstattung: Ein wenig variiert die Druckgeschwindigkeit mit der Power des Prozessors, da der Drucker sich dort ein wenig Rechenleistung ausleiht. Er selber verfügt – eine Angabe für Technik-Fans – über einenRISC-Prozessor mit 264 MHz.

Treiber bietet HP lediglich für Windows an (hier ist die Installation auch ein Kinderspiel). Für ein Zusammenspiel mit Unix oder Mac kursieren im Internet erste Speziallösungen, wie diese funktionieren, kann hier nicht abschließend beantwortet werden.

Fazit: Echte farbige Laser-Qualität zu einem Sensationspreis für Büros mit kleinem bis mittlerem Anspruch. Alternative: Im Tintensrahl-Bereich gibt es für vergleichbares Geld Multifunktionsgeräte, die neben einem Scanner auch ein Fax mitbringen – (was sonst extra Platz beansprucht). Der HP ist lediglich ein kleiner, feiner Farbdrucker.

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